Fragen & Antworten - Pneumatische Alamanlage

Oft werden lediglich herkömmliche verkabelte oder Funk-Alarmanlagen empfohlen, wenngleich eine große Anzahl solcher Anlagen eher mangelhaft funktioniert. So entsteht der Eindruck, dass konventionelle, normenkonforme Einbruchmeldeanlagen die einzig empfehlenswerten Anlagen seien. Nur: 
Hohe technische Anforderungen an eine Alarmanlage verhindern oftmals, dass überhaupt gesichert wird.
Genau das ist der Grund, warum hierzulande die Dichte von Alarmanlagen noch nicht so gegeben ist, wie in anderen Ländern. Viele Immobilienbesitzer wissen nicht, wie einfach und mit wenig Aufwand eine pneumatische Alarmanlage große Sicherheit bietet.

Für die Polizei und VdS (Vds Schadenverhütung GmbH) sind drei Klassen (A bis C) von Einbruchmeldeanlagen relevant. Sie verfügen alle über einen Schutz gegen Überwindungsversuche und richten sich in der technischen Anforderung für private Wohnobjekte, Gewerbe-Objekte und Objekte mit hoher Gefährdung. Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen empfehlen ausschließlich Einbruchmeldeanlagen, die nach DIN EN 45011 zertifiziert sind. Dadurch werden die unterschiedlichen Anbieter nach einer DIN-Norm beurteilt, das erleichtert die Vergleichbarkeit. Solche Anlagen sind technisch sehr aufwändig und für die meisten Leute unerschwinglich und erfordern darüber hinaus einen sehr hohen Installationsaufwand. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Immobilienbesitzer auf eine Alarmanlage verzichten. Nichts ist unsicherer als das, was überhaupt nicht gesichert wird.

Es gibt auf dem Markt eine Fülle von Alarmanlagen und Alarmanlagenanbietern. Die meisten dieser Anlagen benötigen eine Alarmzentrale, einen Blockschalter sowie viele Sensoren in Räumen oder an Fenstern und Türen (Infrarot-Bewegungsmelder, Tür-/Fenster-Magnetkontakte und Glasbruchmelder).

Eine VdS-zertifizierte-Alarmanlage mit einer 100% Außenhautsicherung kostet für ein mehrstöckiges Einfamilienhaus meist mehr als 10.000,- Euro. Dazu sind umfangreiche Handwerksarbeiten nötig, die je nach Anlage, auch mehrere Wochen lang andauern.

Bei einer immer zu empfehlenden so genannten Außenhautsicherung (Anwesend- und Abwesenheitssicherung) müsste jeder Fensterflügel und jede Außentür mit je einem Magnetkontakt und einem Glasbruchmelder versehen werden. Schon bei der Sicherung nur einer Etage kommen dann dutzende dieser Melder zum Einsatz. Die Verbindung zu diesen Sensoren wird entweder über Kabel oder Funk hergestellt. Die durch das Kabel fließenden oder per Funk übertragenen Signale sind nahezu immer hochfrequente digital gepulste Signale, ähnlich wie sie Handys erzeugen. Unter dem Aspekt, dass sich heute schon viele Netzfreischalter, z. B. im Schlafzimmer, einbauen lassen, um vor Elektrosmog geschützt zu sein, schon 40.000 Handy-Sendemasten in Betrieb sind und noch weitere 60.000 wegen des UMTS-Systems aufgestellt werden sollen, muss sich jeder Kaufinteressent fragen, ob er sich weitere dutzende Sender, z. B. bei einer Funk-Alarmanlage, ins Haus holen will.

Da herkömmliche Lösungen, gerade auch VdS-zertifizierte, teuer und für die meisten unerschwinglich sind, weil zusätzlich oft noch Dauerkosten für vierteljährliche Wartungen und Wachdienstaufschaltung hinzukommen, weichen viele Anbieter auf eine kostengünstigere nicht VdS-zertifizierte Alarmanlage aus, lassen oft die teuren Fenster- und Türkontakte entfallen und setzen dafür alternativ einzelne Infrarot-Bewegungsmelder in den Raumecken ein, die nur bei Abwesenheit einen Sinn ergeben.

Nur: wenn ein Bewegungsmelder einen Täter erfasst, dann ist dieser immer schon im Haus oder in der Wohnung! Dieses Eindringen (egal ob für 1 Minute oder 10 Minuten, egal ob mit 1 m Gehstrecke oder 20 m) führt bei den meisten Einbruchsopfern zu einer monate-, ja sogar jahrelangen Zerstörung der Geborgenheit des Heims. 50 % der Einbruchsopfer leiden danach unter einem großen Unsicherheitsgefühl.

Ja, ein Gerät überwacht ein Objekt auch über mehrere Stockwerke. Das
bedeutet Sicherheit für alle Größen. Die einzige Voraussetzung ist, dass die zu sichernden Räume
Luftverbindung haben. Das heißt, dass innenliegende Türen entweder ein Spalt geöffnet bleiben oder einen
etwas undicht sind. Sollte die eine oder andere Türe verschlossen sein, ist dies auch kein Problem. Entweder
erfolgt die Überwachung bis zu der verschlossenen Türe oder wir installieren einen Bewegungsmelder oder
Magnetkontakt für diesen Raum.

Stellen Sie sich vor, dass Sie sich eine Muschel ans Ohr halten. Dann hören Sie ein Rauschen. Und so ein Rauschen ist meßbar. Je größer die Muschel, umso tiefer ist das Rauschen und für das menschliche Gehör nicht mehr erfaßbar, da es sich im Infraschall-Bereich abspielt. Auch ein Haus oder eine Wohnung weist so ein Rauschen auf. Wenn man durch Gewaltanwendung bei einem Einbruch eine Türe oder ein Fenster aushebelt oder einschlägt, dann verändert sich dieses zuvor beschriebene Rauschen in einer ganz bestimmten Impulsfolge.
 
Das System misst vollautomatisch mit hochempfindlichen Sensoren einbruchstypische Veränderung der Luftschwingung im Bereich von 0,1 bis 50 Herz. Genauer gesagt sind es zusammenhängende Parameter, die sich aus Luftschwingung, Luftvolumen und Luftdruck zusammensetzen. Die ermittelten Werte werden registriert, wobei permanent überprüft wird, ob sich Abweichungen oder Veränderungen ergeben. Veränderungen ergeben sich ganz zwangsläufig immer dann, wenn von außen versucht wird gewaltsam in den Sicherungsbereich einzudringen (Fenster einschlagen, Türen oder Fenster aushebeln). In diesem Fall wird verlässlich Alarm ausgelöst. Gewitter, Flugzeuge oder Vogelschlag an Fensterscheiben verursachen keinen Alarm.