Sicherheit ohne viel Aufhebens
Eine Alarmanlage: braucht man die überhaupt? Muss man nicht sein halbes Leben einschränken oder umstellen? Und kostet die Installation nicht das Vermögen, das man eigentlich schützen wollte?
Nach einigen netten Telefonaten mit Herrn Glaser, dem Inhaber der Fa. Glatech, haben wir letzen Jahres eine Alarmanlage erworben. Der Grund dafür liegt nicht darin, dass unsere Hausratversicherung uns bereits mit Preisnachlässen dazu verlocken würde, irgendwelche Vermögenswerte besser abzusichern. Beileibe nicht. Vielmehr hatte ich mich eines Kollegen erinnert, bei dem vor Jahren eingebrochen worden war. Er war bei einem Computermagazin für die Berichterstattung über die Apple-Produkte verantwortlich und schon per Definition ein ganz cooler Typ. Wenn er aber von ein dem Einbruch in seiner Wohnung erzählte (er war anwesend), war auch ein Jahr später noch eine große Verunsicherung zu bemerken: seither vermutete er hinter jeder dunklen Ecke jemanden, der dort versteckt sein könnte. Kurz: er war sich in seinen eigenen vier Wänden nicht mehr sicher. Soviel zur Frage des „Warum“?
Trotzdem hatten wir Aufwand und Umstände lange gescheut. Moderne Technik macht die Absicherung heute aber selbst für unkooperative Anwender wie uns sinnvoll einsetzbar. Im Gegensatz zu früheren Systemen, wo an jedes Fenster noch ein Kabel für die Kontakte hingeführt werden musste, arbeiten moderne Systeme wieunseres durch Auswertung von plötzlichen Veränderungen der Luftsäule im Gebäude. Daher fällt überhaupt kein Aufwand für die Installation irgendwelcher Sensoren an. Das Gerät wird im Grunde nur irgendwo abgestellt und mit Strom versorgt, ein großer Pluspunkt.
Im Alltag hat sich die Alarmanlage sehr bewährt. Tatsächlich schalten wir sie beim Betreten und Verlassen des Hauses nicht ein oder aus. Sie läuft durchgehend. Da sie sorgfältig eingestellt wurde, löst sie eigentlich nie Fehlalarme aus. Das passiert nur, wenn jemand ein Fenster ganz besonders ruckartig öffnet. Und da wir ein paar Sekunden „Vorwarnzeit“ eingestellt haben bevor der Alarm losgeht (die Anlage piept leise), schalten wir den Alarm einfach durch einen Knopfdruck auf der Fernbedienung ab. Das kam in dem Quartal, das die Anlage nun schon durchgehend im Einsatz ist, lediglich ein- oder zweimal vor. Ansonsten merken wir im Alltag kaum, dass wir eine Alarmanlage haben, sondern führen unser normales Leben weiter. Daran war uns auch besonders gelegen: ein Gefühl des ständigen „Bedroht-Seins“ sollte sich nämlich nicht in unser (Unter-) Bewusstsein einschleichen, wie es möglicherweise der Fall sein könnte, wenn wir täglich mit Maßnahmen gegen eine diffuse Gefahr konfrontiert wären und sei es nur das ständige Ein- und Ausschalten von Sicherheitseinrichtungen). So war diese Anlage im Nachhinein betrachtet „genau unsere Lösung“